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Krankheiten
Auszug aus der Studie von M. Flückiger zum Thema Hüftgelenksdysplasie:
Jeder Käufer eines rassereinen Hundes, hat grundsätzlich Anrecht auf einen geistig und körperlich gesunden und damit dysplasiefreien Hund.
Den stärksten Ansporn zur Verbesserung der HD Situation bei den Rassehunden wird ohne Zweifel der kritische und fordernde Käufer geben. Wenn er nicht mehr akzeptiert, dass in gewissen weitverbreiteten Rassen jeder fünfte Hund von HD betroffen ist, sondern eine Kaufpreisminderung und die Übernahme der Behandlungskosten verlangt oder solche unter nachdrücklicher Rückforderung des vollens Kaufpreises gar an den Züchter zurückgibt, wird sich unter den Züchtern schnell die Erkentnis verbreiten, dass es billiger und für den guten Ruf vorteilhafter ist, eine wirksame Zuchtplanung einzuführen, als weiter nach Gutdünken Hunde zu paaren und die Augen vor den schlechten Resultaten zu verschliessen.
Völlig unsinnig und für den Fortschritt der Gesundheit der Hunde behinderlich ist es, die Röntgenbilder dysplastischer Hunde nicht offiziell beurteilen, sondern einfach verschwinden zu lassen. Damit betrügt sich der Züchter nicht nur um die jahrelangen Bemühungen, sondern bewirkt zudem, dass die Resultate seiner Rasse völlig falsch ausfallen und damit weitgehend wertlos werden.
Auch der Gesetzgeber kann durch den Erlass und das konsequente Durchsetzen eines wirksamen Tierschutzgesetzes segensreiche Änderungen des Zuchtverhaltens auslösen. Im weiteren sind die Rasseklubs auch dazu aufgerufen, die unsinnige Ehrung eines einzelnen Champion of Champions abzuschaffen und dafür diejenigen Züchter zu belohnen, bei welchen alle gezüchteten Hunde gesund und langlebig sind und einen vernünftigen Rassestandard entsprechen. Nicht der einzelne Spitzenhund garantiert eine gesunde Rasse, sondern eine breite Basis von gut entwickelten Tieren.
Quelle:
Studie